TVR Tuscan Speed 6
TVR Tuscan Speed 6
TVR mit seiner Zentrale in Blackpool, England, blickt bereits auf über ein halbes Jahrhundert Geschichte zurück.
Annähernd alle der von TVR gefertigten Sportwagen verfügten über einen Heckantrieb mit Frontmotor und eine glasfaserverstärkte Kunststoffkarosserie, die über einem Gitterrohrrahmen angebracht ist – der Tuscan Speed Six bildet da keine Ausnahme.
Es gab eine Zeit, in der die Marke TVR in dem Ruf stand, eine Hinterhofwerkstatt zu sein. Das rührte von der Tatsache her, dass das Unternehmen viele Jahre lang Motoren, Getriebe und diverse Antriebsteile von Ford, Rover und anderen Unternehmen bezog und nur geringe Stückzahlen ihrer Modelle fertigen konnte, da jedes Fahrzeug buchstäblich von Hand hergestellt wurde. Mitte der 1990er Jahre stieg TVR jedoch auf einen Motor Marke Eigenbau um. Außerdem konnte die Anzahl der produzierten Fahrzeuge dramatisch angehoben werden (mit einem Basisproduktionsvolumen von 2000 Stück pro Jahr). Auf diese Weise konnte man das Hinterhof-Image erfolgreich abstreifen.
Der Modellname "Speed 6“ leitet sich von dem 4-Liter-Reihensechszylinder DOHC-Aggregat ab, das werksintern bei TVR hergestellt wird. Dieser Motor verfügt über rennwagenähnliche Charakteristika wie Sechsventilvergaser, Trockensumpfschmierung und einen Vierventil-Zylinderkopf, der den Ventilhub mithilfe von Schwingarmen vergrößert.
Die maximale Leistung von 360 PS mit dem brachialen Drehmoment von 420 Nm ist beinahe zu viel für den 1100 kg schweren Wagen. Zusätzlich zu dem unkonventionellen Interieur- und Karosseriedesign schaffen Details wie Türen, die sich durch das Drücken auf eine Wölbung unterhalb des Seitenspiegels öffnen und schließen, eine Atmosphäre des Besonderen und stellen Attraktionen dar, die in der Welt der modernen Supersportwagen so nicht mehr zu sehen sind. In Kombination mit dem rohen Lenkgefühl ohne elektronische Unterstützung ist dieser Wagen in der aktuellen Fahrzeuggeneration im wahrsten Sinne des Wortes "ungewöhnlich“.