Ferrari F430
Ferrari F430
Der jüngste Ferrari mit Mittelmotor, der an der Frontlinie der Liga der Supercars antritt, ist der F430, der im Jahre 2004 seinen Einstand gab. Sein charakteristischer V8-Motor ist nicht mehr die alte Einheit, deren Basis seit dem 308GT4, der 1973 vorgestellt wurde, unverändert geblieben ist, sondern ein vollkommen neu entwickeltes 4,3-Liter-Modell. Die maximale Leistung von 490 PS bei 8500 U/min übertrifft selbst die des berühmten F40. Die Kupplung, die diese bullige Gewalt überträgt, verwendet erstmalig ein Zwillingsscheibensystem und als Getriebevarianten stehen entweder ein manuelles Sechsganggetriebe oder ein sequenzielles Sechsganggetriebe (genannt "F1 Matic") zur Auswahl.
Das Chassismodell aus einer Kombination aus gepresstem und gegossenem Aluminium wurde aus dem 360 Modena weiterentwickelt, der seit 1999 erhältlich ist. Beim Modellwechsel zum F430 wurde die "360 Modena"-Basis für eine verbesserte Kollisionssicherheit diversen strukturellen Änderungen unterzogen. So wurde z. B. eine Bodenplatte aus der besonders stabilen Aluminiumlegierung Duralumin, die in der Luftfahrtindustrie zum Einsatz kommt, verwendet. Außerdem wurde die Form des Unterbodendiffusors weiterentwickelt - auf diese Weise erzeugt dieser im Vergleich zum 360 Modena 50 % mehr Anpressdruck.
Das klassische Ferrari-Styling zeigt den Einfluss von Pininfarina und dem damaligen Chefdesigner Frank Stephenson und präsentiert viele Details, die an das Sondermodell Enzo Ferrari (2002 in begrenzter Stückzahl erschienen) erinnern.
Mit seiner angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h ist der Ferrari F430, für den optional Karbonkeramik-Bremsrotoren verfügbar sind, zweifellos ein Supersportwagen der Extraklasse.