Fahrzeuge

Suzuki Cappuccino

Suzuki Cappuccino

Der Cappucchino, ein leichtgewichtiger Sportwagen, den Suzuki im November 1991 vorstellte, ist der Wagen, mit dem der Boom der zweisitzigen "K Cars“ eigentlich ausgelöst wurde.

Hauptmerkmal des Cappuccino war seine Konzeption als zweisitziges, heckangetriebenes Fahrzeug mit Frontmotor und offener Karosserie. Somit verfügte der Cappuccino über eine andere Individualität als der offene Honda Beat mit Mittelmotor und der Mazda AZ-1, der neben einem Mittelmotor zusätzlich noch mit Flügeltüren aufwartete. Eine Überraschung war sicherlich die vollkommen maßgeschneiderte Karosserie zu einer Zeit, als "K Cars“ dazu übergingen, gemeinsam genutzte Teile zu verwenden. Zwar wurde bereits durch die Auswahl einer Frontmotor-Heckantrieb-Konfiguration ein hervorragendes Handling erreicht - der Cappuccino wurde jedoch von Grund auf neu entwickelt.

Das Design weist eine rundliche Form mit der für heckangetriebene Automobile mit Frontmotor typischen langen Nase auf. Die Frontmaske präsentiert vier runde Scheinwerfer, die von elliptischen Abdeckungen bedeckt sind. Ein bahnbrechendes Merkmal des Cappuccino ist das Design des Dachs, das in drei bewegliche Teile aufgeteilt ist. Der Wagen ist zwar normalerweise ein Hardtop, kann jedoch durch Versenken der Heckscheibe auch als T-Top, Targa-Dach oder reinrassiges Cabriolet genutzt werden.

Die Leistung liefert ein 660-ccm-Reihendreizylinder DOHC-Turbomotor mit 12-Ventiltechnik. Die Spezifikationen sind grundsätzlich die gleichen wie bei dem leichten Motor mit 64 PS Maximalleistung, der im Alto Works zum Einsatz kommt. Von 1995 an wurde der Motor komplett aus Aluminium hergestellt, was zu einer nahezu idealen Gewichtsverteilung von 51 zu 49 auf Vorder- und Hinterachse geführt hat.

Für das Fahrwerk wurde vorn und hinten ein neu entwickeltes System mit doppelten Dreiecksquerlenkern verwendet. Bremskraft spenden vier Scheibenbremsen, von denen die vorderen belüftet werden. Anfänglich war nur ein manuelles Fünfganggetriebe erhältlich, im weiteren Verlauf wurde jedoch noch eine elektronisch gesteuerte Dreigang-Automatik ins Sortiment aufgenommen. Das Modell mit Automatikgetriebe wurde zusätzlich mit einer Servolenkung ausgestattet. Nach ca. 26.500 verkauften Einheiten stellte man Ende 1998 den Verkauf ein. Dieser traumhaft leichte Sportwagen war ein Kind der japanischen "Bubble Economy".